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Landschaf schafft Landschaft - Schafe und Permakultur

 

Dieser Kurs für Erwachsene ist eine gute Gelegenheit, die ArcheSchäferei etwas intensiver kennen zu lernen. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht immer so aussieht- vieles in einer nachhaltigen Naturnutzung ist sehr langfristig angelegt, politisch begründet, konzeptionell verankert.   

Unsere Themen in diesem Einführungskurs sind u.a.

  • Denkansatz der Permakultur
  • Planungsübungen zum Lesen der Landschaft
  • Methoden Förderung der Vielfalt
  • Weidetiere und Bodengesundheit
  • Praxisaktionen am Standort

Bei Interesse ist die Teilnahme am Weideumtrieb der Schafherde im Vorfeld des Kurses möglich. 

Durchführung

  • Petra Röllicke - Permakultur-Design, Zukunftswerkstadt, Selbstversorgung, Bine e.V.
  • Barbara Zeppenfeld - ArcheSchäferei, BNE

Zeiten

  • Freitag 01.06.  18 - 21 Uhr / Weideumtrieb ab 15 Uhr
  • Samstag 02.06. 10 - 17 Uhr
  • Sonntag 03.06. 10 - 15.30 Uhr

Kosten € 130,- bis € 160,- je nach Selbsteinschätzung

 

Weitere Infos in der ArcheSchäferei Kontakt und unter www.permakultur.de (inkl. Vorstellung der Referentinnen)

 

 

   
BZ und Permakultur:

Ich bin in der Stadt aufgewachsen und habe schnell begriffen, wie wunderbar Wiesen, Weiden, Bäume und Tiere sind. Und dass man sich um die lebendigen Wesen kümmern muss. So wurde ich Gemüsegärtnerin und später Diplompädagogin. Die Umsetzung von stimmiger theoretischer Konzepte in die Alltagspraxis ist eine Notwendigkeit. Oft ein Spagat, aber Monitoring alleine genügt nicht. Die Anlage von Streuobstwiesen, Experimente mit bunten Kartoffelsorten und die Erhaltungszucht meiner Wald- und Steinschafe gehören genauso zu meinem Alltag wie umweltpädagogische Angebote für Schulklassen und Ferienkinder, Fortbildungen für Lehrkräfte und der Einsatz für nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft.

Ich fühle mich keiner bestimmten "Schule" verpflichtet. Permakultur habe ich 1986 in den USA kennen gelernt. Sepp Holzer gelesen. Demeteranbau praktiziert. Bioland verköstigt. Die Streuobstwiesenäpfel wachsen ungespritzt auch ohne Etikett. Auch ok.

Wichtig ist mir, die Tiere und das Land zu beobachten, wenn es Sinn macht einzugreifen, aber sich auch mal rauszuhalten. Wichtig ist, sich für die Grundlagen einzusetzen: Saatgut, Rassevielfalt, Ernährungssouveränität. Die ArcheSchäferei ist ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt, wir sind Bildungspartner des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und Lernort Bauernhof. Im Januar 2018 waren wir Orga-Partner für die "Wir haben es satt"-Süd Demo in Tübingen und fühlen uns wohl in der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

Beim Kurs habe ich die Rolle der Praktikerin vor Ort. Seit 2005 betreibe ich die Herdbuchzucht von Waldschafen und Krainer Steinschafen, zwei heimischer Rote-Liste Rassen. Die Herden beweiden Streuobstwiesen und Biotope am Albtrauf bei nahezu ganzjähriger Freilandhaltung. Dabei gelten für die Erhaltungszucht ganz andere Regeln wie für die Gebrauchsvermarktung. Das wird auch in der Zucht seltener Rassen oft vernachlässigt.

Neben den Tieren geht es mir immer auch ums Land. Angepasstes Weidemanagement wird in Zeiten heftiger Wetterschwankungen auch für die heimischen Böden immer wichtiger. Wiederkäuer haben für gesunde Böden eine wichtige Funktion - völlig unabhängig von Lammkeule und Rinderbraten. Die ökologische Landwirtschaft bietet viel Inspiration, der Blick aus Richtung der Permakultur geht noch tiefer. Landschaft wird durch tun aber auch durch nichts-tun gestaltet. Die Ergebnisse können lebendige Prozesse anregen, aber auch verheerend sein.

Also muss man vorher darüber nachdenken, ein Gefühl entwickeln für Kreisläufe. Welche Aufgaben haben wir, was können wie den Tieren anvertrauen, wo muss man Grenzen setzen und wie geht das? Welche Aufgaben haben wir zum Wohl der Tiere und zum Wohl des Landes? Ich freue mich auf spannende und unterhaltsame Tage.